Pflanzliche Produktion verstehen…

Rezension zum Buch „Ackerbau, Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung“ von Wulf Diepenbrock, Frank Ellmer und Jens Léon, erschienen 2016 im Verlag Eugen Ulmer (ISBN: 978-3-82524-607-5).

Die Landwirtschaft in all ihren Formen ist gerade in der heutigen Zeit immer wieder Gegenstand von Diskussionen – Diskussionen zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz, zu Welternährung oder auch zu Klimawandel, um nur einige Beispiele zu nennen. Um in diesen Diskussionen mitreden zu können, ist ein Verständnis der landwirtschaftlichen Systeme grundlegend. Daher ist das im Folgenden rezensierte Buch „Ackerbau, Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung“ von Wulf Diepenbrock, Frank Ellmer und Jens Léon (2016 in der 4. Auflage als utb-Band im Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart erschienen) nicht nur ein Grundlagenwerk für Studierende der Agrarwissenschaften und verwandter Disziplinen.
Wie der Titel bereits vermuten lässt, ist das Buch in drei Teile gegliedert. Der erste Teil erläutert zunächst die Grundlagen des Ackerbaus. Dieser Teil beinhalten nicht nur eine Einführung in Boden- und Klimakunde, sondern beschäftigt sich insbesondere auch mit verschiedenen Bodennutzungsformen und -bearbeitungsmethoden sowie mit Fruchtfolgen, Düngung und Unkrautkontrolle1. Auch nachhaltige Entwicklungen im Ackerbau werden anhand der Beispiele des integrierten und des ökologischen Landbaus vorgestellt. Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich anschließend mit den biologischen und agrotechnischen Grundlagen des Pflanzenbaus. Im Wesentlichen stellt dieser Teil auch die bedeutendsten landwirtschaftlichen Kulturpflanzen der gemäßigten Klimate vor – insbesondere werden hier verschiedene Getreide und Körnerleguminosen sowie Öl- und Faserpflanzen oder auch Wurzel- und Knollenfrüchte besprochen. Dabei spielen die Ansprüche und Erträge der Pflanzen ebenso eine Rolle wie ihre Nutzungsgeschichte und Anbauverfahren. Der dritte Teil setzt sich abschließend mit der Pflanzenzüchtung auseinander und umfasst einführende Kapitel zu biologischen Grundlagen, Populations- und quantitativer Genetik, Selektion1, Biotechnologie und Zuchtmethodik. Abgerundet wird das Buch noch durch eine Literaturauswahl zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema sowie durch ein Sachregister, um sich schnell im Buch orientieren zu können.
Auf insgesamt 376 Seiten werden die Grundlagen des Acker- und Pflanzenbaus sowie der Pflanzenzüchtung detailliert und trotzdem gut verständlich erläutert. Zahlreiche Abbildungen und Tabellen sowie farbig hervorgehobene Zusammenfassungen und Merksätze verhelfen dem Buch trotz der inhaltlichen Fülle zu großer Übersichtlichkeit und einem noch besseren Verständnis des Geschriebenen. Es ist dadurch ein Grundlagenwerk, das in keinem Bücherregal eines*r an Landwirtschaft und Ackerbau Interessierten fehlen sollte. Es bietet für Studierende der Agrarwissenschaften ebenso wie für Umwelt- und Ernährungsaktivist*innen einen umfangreichen und doch kompakten Überblick über die wichtigsten Themen des Acker- und Pflanzenbaus sowie der Pflanzenzüchtung – vor allem in theoretischer Weise, aber mit hoher Praxisrelevanz. Es verwundert daher auch nicht, dass sich das Buch in den letzten Jahren als Standardwerk in agrarwissenschaftlichen Studiengängen etabliert hat. Ich kann es definitiv weiterempfehlen – auch als Grundlagenwerk für die bio-vegane Landwirtschaft, da das Buch (zumindest mehrheitlich, wenn auch leider nicht vollständig) die pflanzliche Erzeugung behandelt und dabei auch die für den bio-veganen Anbau wichtigen Praktiken der Gründüngung, des Mulchens u.a. eingeht.

Von Ulrike Schwerdtner

  1. Die Wortwahl wurde aus dem Buch übernommen, entspricht aber nicht der bevorzugten Wortwahl der Autorin. [zurück]

Auf gute Nachbarschaft!

Rezension zu Natalie Faßmann’s Buch „Auf gute Nachbarschaft – Mischkultur im Garten – Gemüse, Kräuter, Zierpflanzen“, erschienen 2009 im pala-verlag (ISBN: 978-3-89566-257-7).

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns als Grüne Toleranz auch mit verschiedenen Formen nachhaltiger, d.h. ökologischer und ressourcenschonender Landwirtschaftspraktiken. Die Mischkultur, d.h. der gleichzeitige Anbau verschiedener (Nutz-)Pflanzenarten auf einer Fläche, bietet beispielsweise die Möglichkeit, nicht nur ein vielfältiges Nahrungsmittelangebot zu erzeugen, sondern dabei auch dem Boden bzw. der Umwelt im Allgemeinen etwas Gutes zu tun, zur Biodiversität beizutragen und Ressourcen (Düngemittel, Energie etc.) zu schonen – um nur einige Vorteile eines solchen Systems zu nennen.
In ihrem 2009 im pala-verlag erschienenen Buch „Auf gute Nachbarschaft – Mischkultur im Garten“ beschäftigt sich Natalie Faßmann, Gartenbauingenieurin und Autorin aus Berlin, genau mit diesem Landwirtschaftskonzept. Auf etwa 150 Seiten widmet sie sich dem Mischkulturanbau und seiner Anwendung im Garten aus verschiedenen Perspektiven: Historische und theoretische Hintergründe sowie wissenschaftliche Erkenntnisse werden ebenso beschrieben wie altbewährte Praxisbeispiele und besondere Formen von Mischkulturbeeten (z.B. Hoch- und Hügelbeete). Auch Tipps für die Umsetzung des Mischkulturanbaus im eigenen Garten sind im Buch enthalten. Dabei steckt das Buch voller Tabellen, die dem*der Leser*in jeweils einen guten Überblick geben – beispielsweise zu Verwandtschaften (Pflanzenfamilien), besonderen Eigenschaften der Pflanzen (Platz- und Nährstoffbedarf, Anbauzeiten, möglichen Krankheiten) sowie zu guten und schlechten Nachbarschaften (Pflanzenkombinationen). Das Buch ist aber nicht nur übersichtlich, sondern auch leicht verständlich geschrieben und schön zu lesen – es macht definitiv Lust, sich selbst im Mischkulturanbau zu versuchen. Es ist daher eher für Einsteiger*innen geeignet, die sich noch nicht intensiv mit dem Thema Mischkultur auseinandergesetzt haben und im besten Fall experimentierfreudige Gärtner*innen sind.

Von Ulrike Schwerdtner

„… „Integration“ ist ein inflationär genutzter und kaum definierter Begriff“

Fachtag: Integration vor Ort – Willkommensinitiativen in Mittelsachsen – Dokumentation

Alle reden über Integration, was das ist und wie das funktioniert ist dabei oft nicht klar. „Willkommensbündnisse“ waren in den letzten beiden Jahren unverzichtbar bei Prozessen der Eingliederung Geflüchteter. Sie waren und sind Schnittstellen zwischen hauptamtlichen Stellen und Geflüchteten. Sie haben Arbeiten übernommen, die von staatlicher Seite hätten geleitstet werden müssen. Dieser reagierte zum Teil überhastet auf steigende Asylbewerber*innenzahlen, Stellen wurden geschaffen, Unterkünfte eröffnet. Die Strukturen mussten jedoch erst wachsen und die Akteur*innen in ihre Aufgaben hinein. Auch hier sprangen wiederum ehrenamtliche Helfer*innen ein.

Der Fachtag „Integration vor Ort – Willkommensinitiativen in Mittelsachsen“ wurde am 17.09.2016 durchgeführt. Ziel war es Willkommensinitiativen zusammenzubringen, Probleme dieser Initiativen aufzuzeigen und gemeinsam an der Verbesserung der Situation zu arbeiten. Ende des Jahres 2016 erschien die Dokumentation der Tagung, herausgegeben durch den Verein Treibhaus e.V..

Vorgestellt werden in der 30 Seiten starken Broschüre:
* die beteiligten Akteur*innen
* drei Inputreferate
* drei Workshops
* offene Fragen der Teilnehmenden.

Die Einleitung der Dokumentation, verfasst von Judith Schilling, zeichnet in kurzen Worten die Entwicklung der Debatten um steigende Asylbewerber*innenzahlen sowie die der Willkommensbündnisse nach. Auch auf einige Schwierigkeiten in der Arbeit der Bündnisse wird bereits eingegangen.

Der erste inhaltliche Beitrag dokumentiert den Vortrag der mittelsächsischen Ausländerbeauftragten Annett Schrenk. Er widmet sich „Zahlen und Fakten“ im Bereich des Themenkomplexes Asyl. Unterfüttert mit reichlich Zahlenmaterial beschreibt die Ausländerbeauftragte die Entwicklungen der Asylbewerber*innenzahlen im Landkreis Mittelsachsen. Auf mögliche Förderprogramme, die bei der Integration Geflüchteter helfen können, verweist Schrenk ebenfalls. Die jeweiligen Zuständigkeiten für verschiedenste Unterstützungen werden ebenfalls angeführt – Willkommensbündnisse haben oft ein Problem herauszufinden, wer für welche Belange zuständig ist. Herausforderungen, die von Annett Schrenk abschließend aufgeworfen werden, sind:
Aufenthaltsverstetigung von Flüchtlingen
* EU-Zuwanderung von Menschen in prekären Lebenslagen
* Arbeitsintegration von Geflüchteten.

Im zweiten inhaltlichen Beitrag wird auf den Vortrag von Judith Schilling vom Bündnis „Willkommen in Döbeln“ eingegangen. Schilling thematisiert zu Beginn die allgemeine Entwicklung der Willkommensbündnisse und des zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland seit 2015, um in einem weiteren Schritt den Fokus auf die Region Mittelsachsen zu legen. Am Beispiel des Döbelner Willkommensbündnisses wird deutlich, welche Motivationen der Initiative zugrunde lagen. Jedoch werden auch Probleme deutlich, so beispielsweise das „Ausbrennen“ Ehrenamtlicher oder auch die oft schwierigen Beratungen, die von ehrenamtlichen Aktiven gestaltet werden mussten, da staatliche Einrichtungen fehlten. Auch wenn diese Probleme für das Beispiel Mittelsachsen angebracht wurden, sind sie doch auch symptomatisch für die in der Bundesrepublik agierenden Willkommensinitiativen. Aufgrund des Schwerpunkts des Vortrages – „Ehrenamt im Spannungsfeld“ – wurden Forderungen unter anderem an staatliche Institutionen gerichtet. Diese sind u.a.:
* Forcierung von Reflexions- und Weiterbildungsangeboten für Ehrenamtliche
* Einforderung der Verantwortlichkeit von Kommunen und Weiterbildungen in Verwaltungen und weiteren Institutionen bzgl. interkultureller Kompetenzen, Fremdsprachenkenntnisse etc.
* Verbesserung der landesweiten Strukturen und Vernetzung unter Einbeziehung aller Akteur*innen.

Christine Poppitz vom Jugendmigrationsdienst der Diakonie Rochlitz stellte im dritten Inputreferat die Situation der Flüchtlingssozialarbeit in Mittelsachsen vor. Einsteigend formulierte sie die Schnittstellenfunktion von Sozialarbeiter*innen, die in der Flüchtlingsberatung tätig sind. So sind diese oft Mittler*innen zwischen Geflüchteten, Ehrenamtlichen und staatlichen Institutionen. Weiterhin geht sie auf die Zielgruppen der Flüchtlingssozialarbeit ein, um im dritten Schritt die Aufgabengebiete dieses Bereiches der Sozialen Arbeit abzustecken (z.B. sozialpädagogische Beratung, Hilfestellung, Unterstützung bei Anträgen,…). Der Fokus solle dabei, laut Poppitz, auf der Umsetzung des eigenen Engagements, der Hilfe zur Selbsthilfe und dem Aufzeigen von Grenzen und Möglichkeiten des deutschen Asylsystems liegen. Anschließend werden Thesen vorgestellt, die zeigen, wann „Flüchtlingssozialarbeit […] professionelle soziale Arbeit“ ist. Am Ende ihres Beitrages werden von Poppitz Forderungen aufgestellt, die eine bessere Flüchtlingssozialarbeit bedingen würden. Diese sind:
* Berücksichtigung der anfallenden Fahrtkosten im ländlichen Raum
* Einsatz von Sprachmittler*innen im Haupt- und Ehrenamt
* Einbeziehung aller Migrant*innengruppen
* Optimierung der staatlichen Stellen und Nutzung der Fachkompetenz aller Partner*innen
* dezentrale und breit gefächerte Unterbringung.

Den zweiten Teil der Dokumentation nehmen die Kurzzusammenfassungen der einzelnen Workshops ein. Durchgeführt wurden Workshops zu den Themen:
* Verstehen und Verständnis – Sprachförderung durch ehrenamtliche Kurse – Kerstin Bender, Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus
* Integration durch Austausch – von der Begegnung zur Patenschaft – Sven Böttger, Sprecher und Patenschaftskoordinator der Initiative Coswig – Ort der Vielfalt
* Teilhabe als Prozess – Einbindung Geflüchteter in Willkommensinitiativen – Franz Hammer/ Solvejg Höppner, Mobiles Beratungsteam des Kulturbüro Sachsen e.V.
Nach je einer kurzen Einleitung, die auf das jeweilige Workshop-Thema einstimmt, folgen stichpunktartig die Zusammenfassungen der Workshops.

Der von Kerstin Bender geleitete Workshop zur Sprachförderung in ehrenamtlichen Kursen widmete sich vor allem dem Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden. So wurde auf die unterschiedlichsten Voraussetzungen der Sprachkursteilnehmer*innen sowie auf die Heterogenität der Kursteilnehmer*innen in Bezug auf ihren kulturellen und/ oder religiösen Background eingegangen. Offen blieb in diesem Workshop vor allem die Frage, wie mit Interkulturalität umgegangen werden kann. Ebenfalls wurde der Wunsch nach weiterem Austausch und einer Handreichung zur Durchführung von (ehrenamtlichen) Sprachkursen geäußert. Abschließend werden Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für ehrenamtliche Strukturen vorgestellt.
Im Workshop von Sven Böttger wurden mögliche Patenschaftskonzepte für Geflüchtete am Beispiel der Initiative „Coswig – Ort der Vielfalt“ vorgestellt. Zentrale Fragestellungen waren hier u.a.: Wo fängt eine Patenschaft an und wo hört sie auf? Wer ist wofür zuständig? Wo finde ich den richtigen Ansprechpartner? Als großes Manko wird die fehlende zentrale Vernetzung im Landkreis Mittelsachsen in Bezug auf Patenschaftsprojekte angesprochen, doch auch die „Unterbesetzung“ im Bereich der Flüchtlingssozialarbeit stellt ein Problem dar. Konkret wurde durch die Initiative „Coswig – Ort der Vielfalt“ eine Handreichung erstellt, die von anderen Patenschaftsinitiativen genutzt werden kann.
Der dritte Workshop von Franz Hammer und Solvejg Höppner ging der Frage nach, wie Geflüchtete in Willkommensinitiativen eingebunden werden können. Zentrale Frage war und ist: Wie kann die Einbindung in die (Bündnis-)Arbeit gelingen? Weiterhin wurde als zentrale Frage herausgestellt, ob es überhaupt möglich ist, auf Augenhöhe miteinander zu arbeiten. Hinweise, die im Workshop angebracht wurden, die eine bessere Einbindung forcieren könnten, waren u.a.:
* Die Wichtigkeit persönlicher Kontakte
* Das Individuum sollte in den Mittelpunkt rücken
* Treffen der Willkommensbündnisse sollten mehrsprachig abgehalten werden
* Die Bündnisteilnehmer*innen sollten sich und ihre Rollen ständig reflektieren

Offen blieben Fragen, wie beispielsweise, dass das eigene Rollenverständnis hinterfragt werden sollte und wie dies geschehen kann.

Den letzten Teil der Broschüre bilden die offenen Fragen und weiteren Verabredungen. Hier wird noch einmal deutlich, dass die Vernetzung der einzelnen Initiativen ein zentraler Punkt der weiteren Arbeit sein wird, dass die vorhandenen staatlichen Strukturen ausgebaut und professionalisiert werden müssen und dass eine gemeinsame Arbeit und Weiterentwicklung der Willkommensbündnisse ein zentraler Aspekt sein soll. Auch die Wiederholung einer Fachtagung als Ort des persönlichen und fachlichen Austauschs wurde von den Teilnehmenden gewünscht.

Neben den kurzen inhaltlichen Teilen werden in der Dokumentation auch einzelne Akteur*innen der Tagung und der Arbeit mit und für Geflüchtete in Mittelsachsen vorgestellt. Dadurch ist die Broschüre mehr als nur die Dokumentation einer Fachtagung, sondern kann von Aktiven in Willkommensbündnissen auch als ein kleines Adressbuch genutzt werden. Dadurch besteht für Aktive zumindest ein kleiner Überblick über die bereits vorhandenen Initiativen und deren Schwerpunkte. Auch für die Förderung eigener Projekte gibt die Broschüre den Aktiven Tipps an die Hand.

Kritisch anzumerken bleibt an dieser Stelle noch die Frage, warum keine Geflüchteten- Selbstorganisation einen aktiven Part übernommen hat. Jedoch lässt sich an dieser Stelle anführen, dass die Probleme Rassismus und Fremdenfeindlichkeit oder die Frage nach „Integration“ Probleme und Fragen sind, mit denen sich Personen der Mehrheitsgesellschaft beschäftigen müssen – vor allem um einer Forderung aus dem Workshop III gerecht zu werden, der ständigen Selbstreflexion von Aktiven in Willkommensbündnissen.

Auch wenn die Dokumentation die Teilnahme an diesem Fachtag nicht ersetzt, bietet sie doch einen guten Überblick über die behandelten Themen sowie die bestehenden Probleme und Fragestellungen der Aktiven in Willkommensbündnissen. Es bleibt zu hoffen, dass die angestrebte bessere Vernetzung durchgeführt wird. Auch eine Wiederholung der Fachtagung unter veränderten Rahmenbedingungen ist wünschenswert.

Die Broschüre zur Fachtagung kann beim Verein Treibhaus e.V. in Döbeln (Bahnhofstraße 56; 04720 Döbeln) bestellt oder auf der Internetseite www.treibhaus-doebeln.de heruntergeladen werden.

greenhouse education Bildungsprojekt

Ab 01.08.2012, beteiligt sich die Grüne Toleranz an dem Bildungsprojekt „greenhouse education“. Mit diesem Projekt soll eine Ergänzung zu bereits bestehenden Bildungsangeboten in der Region Döbeln darstellen. Thematisch wird es die Verknüpfungen verschiedener Diskrimminierungs- und Ausgrenzungsformen, sowie die Verbindung mit ökologischen Themen geben. Wir möchten mit diesem Projekt zeigen das es eine verkürzte Ansicht wäre globale, regionale und lokale Problemlagen einzelln und ohne gemeinsame Auswirkungen zu betrachten.

Die bereits festen Termine:

5.10.2012: Hardcore und Veganismus (Infoveranstaltung) mit Chimaira AK
12.10.2012: Tierbefreiung & Feminismus (Infoveranstaltung) mit Andre Gamerschlag
26.10.2012: „Postmoderne und vegane Bewegungen“ (Infoveranstaltung/ Buchlesung) mit Bernd Udo Rinas

Weitere Informationen findet ihr unter: greenhouseeducation.blogsport.de

01. – 30.06. 2012 Morsleben-Ausstellung

Vom 1.-30. Juni 2012 zeigen wir die Ausstellung „Morsleben – Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts“ im Café Courage, Bahnhofstr. 56 in Döbeln. Dazu wird es ein umfangreiches Begleitprogramm geben, das gemeinsam von Greenkids e.V. und Grüner Toleranz organisiert wird.

Morsleben war das zentrale Endlager für Atommüll der DDR und wurde seit 1991 von der Bundesregierung für die Beseitigung von noch einmal deutlich mehr Atommüll verwendet, als in der gesamten DDR-Zeit eingelagert worden waren. Die Ausstellung informiert über alle wichtigen Aspekte der Geschichte der Atomanlage, die Politik in Ost und West, Proteste, Gerichtsverfahren und Sicherheitsprobleme, aber auch über das Genehmigungsverfahren, die Nutzung der Schachtanlagen in der Nazizeit oder den Einsatz der Stasi im Atommülllager.

Die Ausstellung wird mit einer Vernissage am 1. Juni um 18 Uhr eröffnet. Hierbei wird es eine kurze Einführung geben, wonach Gelegenheit besteht einen Rundgang durch die Ausstellung zu unternehmen oder sich am veganen Buffet zu bedienen. Im Anschluss findet ein kleines Konzert statt. In den darauf folgenden Wochen wird es jeweils dienstags einen Informationsabend geben: zu den Sicherheitsproblemen in Morsleben (5. Juni), einen Film über die Problematik der sicheren Verwahrung von Atommüll über hunderttausende und mehr Jahre (12. Juni) sowie zur Unmöglichkeit einer sicheren Endlagerung dieser Stoffe (19. Juni). Den Abschluss bildet eine dokumentarische Informationsveranstaltung zur Geschichte des Atommülllagers in Morsleben am 30. Juni.

* 1. Juni 2012: Vernissage mit Buffet und Konzert um 18 Uhr
* 5. Juni 2012: Infoveranstaltung: „Sicherheitsrisiko Morsleben“ um 18 Uhr
* 12. Juni 2012: Film: „Into Eternity“ um 18 Uhr
* 19. Juni 2012: Infoveranstaltung: „Atommüll-Desaster in der BRD“ um 18 Uhr
* 30. Juni 2012: Infoveranstaltung: „Morsleben – Einblicke in die Tiefen eines Endlagers“ um 18 Uhr

Änderungen im Programm werden rechtzeitig hier veröffentlicht






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