11.03.2012 Fukushima-Infoveranstaltung 2012

Am 11. März 2012 findet um 17 Uhr im Café Courage, Bahnhofstr. 56 in Döbeln eine Informationsveranstaltung zur Katastrophe in Fukushima statt. Diese gemeinsam von Greenkids e.V. und Grüner Toleranz organisierte Veranstaltung soll an den Reaktorunfall in Japan erinnern, der am 11. März 2011 seinen Anfang nahm, über den Unfallherlauf, die Auswirkungen und Folgemaßnahmen – soweit bisher bekannt gegeben – informieren und auch auf die ständige Gefahr hinweisen, die von allen Atomanlagen ausgeht.

16.03.2012 Infoveranstaltung zur Pelzindustrie in Deutschland und Sachsen

Am 16. März 2012 findet um 18 Uhr im Café Courage, Bahnhofstr. 56 in Döbeln eine Informationsveranstaltung zur Pelzfarm in Rochlitz, nicht weit von Döbeln, statt. Diese gemeinsam von Greenkids e.V. und Grüner Toleranz organisierte Veranstaltung wird über die Pelztierindustrie in der BRD, Kampagnen gegen die Tötung nichtmenschlicher Tiere für Bekleidung und die Anlage in Rochlitz informieren. Referentin ist eine AktivistIn der Tierbefreiungsbewegung aus Hamburg.

03.04.2012 Infoveranstaltung zu Protesten gegen Europas größten „Geflügelschlachthof“ in Wietze

Am 3. April 2012 findet um 18 Uhr im Café Courage, Bahnhofstr. 56 in Döbeln eine Informationsveranstaltung zu Europas größtem Schlachtkomplex in Wietze (Niedersachsen) mit angepeilten 400 Zulieferer-Mastbetrieben statt. Diese gemeinsam von Greenkids e.V. und Grüner Toleranz organisierte Veranstaltung wird über Hintergründe und den Widerstand informieren. Zu Gast sind AktivistInnen aus dem Wietze-Widerstand.

12.04.2012 Action in Japan Dokumentarfilme

Am 12. April 2012 (vormals: 27. Januar 2012) findet um 18 Uhr im Café Courage, Bahnhofstr. 56 in Döbeln ein Dokumentarfilmabend mit der Filmemacherin Sigrid Oberer unter dem Titel „Action in Japan“ statt. Sie dokumentiert seit 2007 im Rahmen des Filmprojekts „Action in Asia“ verschiedene Soziale Bewegungen in Ländern Ost- und Südost-Asiens. An diesem Abend werden wir drei halbstündige Dokumentationen zu Anti-Atom-Bewegung und Arbeiterkämpfen in Japan zeigen sowie mit der Filmemacherin über ihre Erlebnisse und Eindrücke sprechen können.

Die drei Kurzdokumentationen stammen alle aus Japan und verbinden sich zudem durch den roten Faden Widerstand gegen die Arbeits- und Lebensverhältnisse in diesem Land.

Der erste Film zeigt den Lebensalltag von obdachlosen Arbeitern in Japans Metropolen. Von diesen Taglöhnern werden momentan im Auftrag von Sub-Sub-Unternehmen auch die sogenannten „Genpatsu Gypsies“ oder „Atomnomaden“ rekrutiert, die unter prekärsten Umständen versuchen die Katastrophe in Fukushima zu bekämpfen.

Um Prekarität geht es auch im zweiten Film über eine japanische Gewerkschaft, die von Freetern für Freeter gegründet wurde und positive Beispiele für Arbeitskämpfe mit Empowerment zeigt.

Im dritten Film des Abends geht es um die inzwischen fast 60-jährige Geschichte der Anti-Atom-Bewegung in Japan, die von den deutschen Mainstream-Medien bisher anscheinend noch nicht entdeckt worden ist.

Obdachlosigkeit

Nojukusha und Internet-Café-Flüchtlinge: Japans obdachlose ArbeiterInnen
Dokumentarfilm von Sigrid Oberer | Länge: 19:24 min – OV mit dt. Untertiteln

„Nojukusha“, Schläfer auf dem Felde, werden die Menschen in Japan genannt, die obdachlos geworden, auf der Strasse, in Parks oder entlang der Flussufer kleine Zelte oder Baracken errichten.

Bei den Obdachlosen handelt es sich meist um Männer, die vom Land in die japanischen Metropolen migriert sind, um dort Arbeit zu finden. Meistens leben sie dort isoliert in Stadtteilen, die sich komplett nur um die Tagelohnarbeit herum organisieren, wie z.B. in Osaka´s Kamagasaki oder in San´ya östlich von Tokyo und größtenteils von der japanischen Mafia, der Yakuza, kontrolliert werden. Trotz der Isolierung von und das Ignorieren durch die japanische Gesellschaft werden sie durch ihr Zuhause, Zelte aus blauer Plane, sichtbar.

Es gibt aber auch die lange von der japanischen Regierung verleugnete „unsichtbaren Obdachlosigkeit“. Vor allem junge Leute leben oft für mehrere Monate in den rund um die Uhr geöffneten Internet-Cafés, Fast-Food-Läden oder angemieteten Lagerräumen, weil sie durch ihre prekäre Arbeit als Freeter nur wenig Geld verdienen und sich die hohen Mieten in den Metropolen nicht leisten können.

Daneben gibt es noch den Bereich der „politischen Obdachlosigkeit“. Meist junge Aktivist_innen sind den Weg in die Obdachlosigkeit bewusst gegangen als Alternative zum und Kritik am japanischen Leistungssystem. Ein wichtiger Pfeiler den sie anstoßen, ist die Selbstorganisierung. Auch die Unterstützungsgruppen sorgen für Gemeinschaft z.B. durch die täglich stattfindenden „Community Kitchens“ (Strassenküchen), in denen gemeinsam gekocht und gegessen wird, es medizinische Versorgung gibt und manchmal auch gemeinsam ein Film gesehen wird.

Anti-Atom

Können Schweine fliegen? – Geschichte der No-Nuke-Bewegung in Japan
Dokumentarfilm von Sigrid Oberer | Länge: 31:25 min – OV mit dt. Untertiteln

„Können Schweine fliegen?“ erzählt die Geschichte des japanischen Anti-Atom-Bewegung von ihre lokalen Anfängen in den 1950er Jahren über die Reaktion in Japan auf den GAU in Tschernobyl und den Unfall in Tokaimura im Jahr 1999 bis zum jüngsten nuklearen Desaster in Fukushima.

Anhand von Beispielen zeigt die Kurzdokumentation die Schwierigkeiten der Bewegung z.B. den Kampf von Surfern gegen den Ballungsraum der Nuklearindustrie in Rokkasho wie auch deren Erfolge. Ein Besonderer ist den Fischer_innen der Insel Iwaishima zu verdanken, die seit 20 Jahren jeden Montag gegen den Bau des Kaminoseki AKWs in der Tanoura Bucht protestiert haben. Mit viel Witz und Verve sorgen sie auch noch im Alter von 80 Jahren für Aufruhr.

In Interviews aus dem Jahre 2009 lassen Aktivisten sowie eine japanische Wissenschaftlerin zu sozialen Bewegungen die letzten Jahrzehnte Revue passieren. Sie analysieren u.a. die Strategien der Atomindustrie den Protest der AnwohnerInnen um die AKWs zum Schweigen zu bringen. Vor allem in den armen ländlichen Gegenden Japans wurde der Protest durch Geld oder Arbeitsmöglichkeiten besänftigt.

Der Film zieht auch Parallelen zu anderen politischen Bewegungen in Japan wie dem Kampf gegen den Flughafen Narita in der Nähe von Tokyo oder gegen US-Militärbasen in Japan.

Zudem wird auch kurz die Frage von Atomwaffen in Japan angesprochen und warum die japanische Gesellschaft eigentlich nicht viel Interesse an der Atomfrage hatte. Die Dokumentation endet mit Bildern von den Protesten der alten und der neuen Anti-Atom-Bewegung in der Post-Fukushima-Ära.

Prekariat und Arbeitskämpfe

Freiheit und Überleben – Die Freeter Gewerkschaft
Dokumentarfilm von Sigrid Oberer | Länge: 30:50 min – OV mit dt. Untertiteln

„Freedom and Survival – Die Freeter Union“ ist die Geschichte einer japanischen Gewerkschaft gegründet im Jahr 2004 in Tokio von und für Freeters. Das japanische Wort Freeter wird zusammengesetzt aus dem englischen „free“ und dem deutschen „Arbeiter“ und bezeichnet das Phänomen prekärer Arbeit in der japanischen Gesellschaft.

Früher war es oft eine bewusste Entscheidung sich dem traditionellen Karriereweg als „salary men“ in einem Konzern zu verweigern und dem japanischen Arbeitsethos einen alternativen Lebensstils entgegen zu stellen. Aber heutzutage, vor allem nach dem Platzen der ökonomischen Blase in den 1990er Jahren und durch die Krise im Jahr 2008, haben junge Leute oft keine andere Wahl. Als Freeter zu arbeiten wird zur existentiellen Notwendigkeit, um in einer Gesellschaft zu überleben, in der Arbeit der wichtigste Wert und zugleich Identität ist und deren Sozialsysteme kaum zum Überleben reichen.

Trotz dieser schwierigen Situation sind die Arbeitskämpfe der Freeter gegen unfaire Arbeitsbedingungen und ChefInnen sowie die emotionale Unterstützung auch im alltäglichen Leben Empowerment pur. May Days, Flying Squads, Freedom and Survival House und der Golden Brigade Tour zeigen das Politik auch Eventcharakter haben und wie viel Spaß Solidarität machen kann.

Mehr Informationen und Clips unter:

* http://www.actioninasia.wordpress.com

Die erste DVD aus der Reihe „Action in Asia“ ist im April 2011 bei Cine Rebelde erschienen.

18.04.2012 Die fiesen Tricks von Polizei und Justiz

Am 18. April 2012 findet um 18 Uhr im Café Courage, Bahnhofstr. 56 in Döbeln eine Ton-Bilder-Show zu den „Fiesen Tricks von Polizei und Justiz“ mit Justizkritiker Jörg Bergstedt statt. Diese Veranstaltung wird gemeinsam von Greenkids e.V. und Grüner Toleranz organisiert.

„Die Vorwürfe klingen ungeheuerlich: Polizisten basteln einen Brandsatz oder fertigen Gipsabdrücke selbst an, um Beweismittel zu haben. Beweisvideos und -fotos verschwinden, Falschaussagen werden gedeckt, Observationen verschwiegen, um Straftaten erfinden zu können. Alles Hirngespinste von Verschwörungstheoretikern? Offenbar nicht.“ (ddp am 22.11.2007, 10.26 Uhr)

Eine Bühnenschau wie ein Bond-Film – und die Polizei- und Gerichtsakten belegen alles: Verfolgung wegen Graffitis, die es nie gab. Inszenierte Falschaussagen durch Polizei- und Gerichtsbeamte. Geheime Observationen, die vertuscht werden, um Straftaten zu erfinden. Staunen über die Dreistigkeit der Staatsmacht. Kopfschütteln über uniformierte Dummheit, Entsetzen über die Rolle des damaligen hessischen Innenministers und heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Auch der inzwischen im hessischen Landtag diskutierte Fall einer Festnahme trotz Observation an anderer Stelle ist Teil der Darstellungen. Eine Mischung aus Enthüllung, Kriminalroman, Kino, Kabarett und Straftaten – und immer die Originalquellen an die Wand projiziert!

26.04.2012 Tschernobyl-Infoveranstaltung 2012

Am 16. April 2012 findet um 18 Uhr im Café Courage, Bahnhofstr. 56 in Döbeln eine Informationsveranstaltung zur Katastrophe von Tschernobyl statt. Diese gemeinsam von Greenkids e.V. und Grüner Toleranz organisierte Veranstaltung soll an den Reaktorunfall in der Ukraine (damals: Sowjetunion) erinnern, der am 26. April 1986 stattfand und weite Teile der Nordhalbkugel radioaktiv kontaminierte. Wir werden über den Unfallherlauf und seine Folgen informieren. Tschernobyl war bis zur Katastrophe in Fukushima 2011 das bedrückendste Mahnmal für die Gefährlichkeit der Atomkraftnutzung.


15.05.2012 Lesung: „Im Namen des Flummiballs“

Skurrile, ätzende, widerliche, menschenverachtende – kurz: Ganz normale Geschichten aus dem Gerichtsalltag. Das Büchlein zeigt anhand etlicher kurzer Anekdoten, wie rücksichtslos Justiz bei der Abstrafung und Disziplinierung von Menschen vorgeht. Dabei gerät der Strafwahn mitunter deutlich ins Lächerliche, wird aber mit der arroganten Pose von Robe und Uniform durchgesetzt.

Buchautorin Hanna Poddig gibt in dieser gemeinsamen Veranstaltung von Greenkids e.V. und Grüner Toleranz am 15. Mai 2012 um 18 Uhr im Café Courage, Bahnhofstr. 56 in Döbeln Einblicke in die Abläufe an den Orten der Rechtsprechung. Im Anschluss an die Lesung findet eine Diskussionsrunde mit der Autorin statt.

01. – 30.06. 2012 Morsleben-Ausstellung

Vom 1.-30. Juni 2012 zeigen wir die Ausstellung „Morsleben – Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts“ im Café Courage, Bahnhofstr. 56 in Döbeln. Dazu wird es ein umfangreiches Begleitprogramm geben, das gemeinsam von Greenkids e.V. und Grüner Toleranz organisiert wird.

Morsleben war das zentrale Endlager für Atommüll der DDR und wurde seit 1991 von der Bundesregierung für die Beseitigung von noch einmal deutlich mehr Atommüll verwendet, als in der gesamten DDR-Zeit eingelagert worden waren. Die Ausstellung informiert über alle wichtigen Aspekte der Geschichte der Atomanlage, die Politik in Ost und West, Proteste, Gerichtsverfahren und Sicherheitsprobleme, aber auch über das Genehmigungsverfahren, die Nutzung der Schachtanlagen in der Nazizeit oder den Einsatz der Stasi im Atommülllager.

Die Ausstellung wird mit einer Vernissage am 1. Juni um 18 Uhr eröffnet. Hierbei wird es eine kurze Einführung geben, wonach Gelegenheit besteht einen Rundgang durch die Ausstellung zu unternehmen oder sich am veganen Buffet zu bedienen. Im Anschluss findet ein kleines Konzert statt. In den darauf folgenden Wochen wird es jeweils dienstags einen Informationsabend geben: zu den Sicherheitsproblemen in Morsleben (5. Juni), einen Film über die Problematik der sicheren Verwahrung von Atommüll über hunderttausende und mehr Jahre (12. Juni) sowie zur Unmöglichkeit einer sicheren Endlagerung dieser Stoffe (19. Juni). Den Abschluss bildet eine dokumentarische Informationsveranstaltung zur Geschichte des Atommülllagers in Morsleben am 30. Juni.

* 1. Juni 2012: Vernissage mit Buffet und Konzert um 18 Uhr
* 5. Juni 2012: Infoveranstaltung: „Sicherheitsrisiko Morsleben“ um 18 Uhr
* 12. Juni 2012: Film: „Into Eternity“ um 18 Uhr
* 19. Juni 2012: Infoveranstaltung: „Atommüll-Desaster in der BRD“ um 18 Uhr
* 30. Juni 2012: Infoveranstaltung: „Morsleben – Einblicke in die Tiefen eines Endlagers“ um 18 Uhr

Änderungen im Programm werden rechtzeitig hier veröffentlicht




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